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Schlaflexikon

Datum:  21.03.2016 08:00:56

Hören Sie auf Ihre innere Uhr!

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Im März ist es wieder soweit: die Uhren werden um eine Stunde nach vorne auf Sommerzeit umgestellt. Was ursprünglich 1980 als politische Maßnahme zum Zweck der Energieeinsparung eingeführt wurde, wird heute heftig diskutiert: Nicht zuletzt, weil die Umstellung auf Sommer- beziehungsweise Winterzeit unsere innere Uhr aus dem Takt bringt. Bei vielen Menschen macht sich der Wechsel als eine Art Jetlag bemerkbar. Zweimal im Jahr wird also deutlich, was eigentlich durchgängig in unserem Körper passiert: alle physiologischen Prozesse laufen strikt nach Zeitplan.

Chronobiologische Vorgänge in unserem Organismus


Sie haben sicher bereits davon gehört oder kennen es von sich selbst: Bei der Betrachtung des individuellen Schlafrhythmus‘ lassen sich die meisten Menschen in zwei Gruppen aufteilen. Während die Lerchen bereits früh morgens fit und ausgeruht aus dem Bett hüpfen können, brauchen Eulen etwas länger, um in den Tag zu starten – können dafür allerdings auch spätabends und nachts konzentrierter arbeiten. Zudem sind Kreativitätsphasen und Phasen logischer Problemlösung bei beiden Gruppen unterschiedlich verteilt. Diese Chronotypen sind genetisch bedingt und lassen sich auch mit veränderten Schlafenszeiten nicht überlisten. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit beispielsweise im Arbeitsalltag des Einzelnen.
Doch die Chronobiologie bestimmt viel mehr als nur unseren Schlafrhythmus. Die so genannte Master-Clock in unserem Gehirn – genauer im Hypothalamus – steuert die Taktung der physiologischen Prozesse unseres Organismus‘. Neben unserer Leistungsfähigkeit werden dadurch auch unser Schmerzempfinden, die Kreislaufstabilität und die Körpertemperatur beeinflusst. Und auch unser Hormonhaushalt verändert sich in der Nacht: Vor unserer biologischen Mitternacht um etwa drei Uhr nachts wird das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet, durch den erhöhten Leptinspiegel reduziert sich unser Appetit und Schilddrüsenhormone aktivieren unseren Stoffwechsel. Zudem sorgen Wachstumshormone für unsere Zellregeneration. Nach drei Uhr hört schließlich der Tiefschlaf auf und die Kortisol-Ausschüttung beginnt, uns auf den Tag vorzubereiten. Zudem regt die Freisetzung des Hormons Ghrelin den Appetit an.

Unsere Organe besitzen ihre eigenen Taktgeber


Für Wissenschaftler überraschend kam die Erkenntnis aus der traditionellen chinesischen Medizin, dass nicht nur unser Gehirn, sondern auch unsere Organe ihre eigenen Uhren besitzen. Diese steuern die Aktivität von beispielsweise Lunge, Niere und Bauchspeicheldrüse. So können Schlafstörungen, die immer zur gleichen Uhrzeit auftreten, Aufschluss darüber geben, dass ein bestimmtes Organ belastet ist. Menschen, die zum Beispiel unter Leberproblemen leiden, wachen also häufig zu deren besonders aktiven Zeit zwischen 1 und 3 Uhr auf. Genau zwölf Stunden später – zur gegenüberliegenden Zeit auf der Organuhr – ist die Aktivität des Organs am schwächsten ausgeprägt. Spezielle Behandlungen lassen sich anhand dieser inneren Uhr auf möglichst günstige Zeitpunkte legen.

Externe Einflüsse auf die innere Uhr


Es ist enorm wichtig, dass die Organuhr synchron mit der Master-Clock in unserem Gehirn läuft, sonst drohen Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Depressionen. Bestimmte Verhaltensweisen können dabei – oft auch ohne unser Bewusstsein – den Rhythmus unserer inneren Taktgeber stören. So ergab eine Studie an der University of Colorado, dass der Genuss von bereits einer Tasse Kaffee unseren Tag-Nacht-Rhythmus erheblich beeinflussen kann: bei Probanden, die vor dem Schlafengehen Koffein zu sich nahmen, verschob sich ihr üblicher Rhythmus um bis zu 40 Minuten nach hinten. Das liegt daran, dass Koffein die Ausschüttung des sonst beruhigend wirkenden Hormons Adenosin hemmt. Selbst wer also chronotypisch eher zu den Lerchen gehört, irritiert durch den Kaffeekonsum seinen natürlichen Tagesablauf und bringt damit seine innere Uhr durcheinander.
Viele Menschen arbeiten vor dem Schlafengehen noch an ihrem Laptop oder lesen auf ihrem E-Book-Reader – die Nutzung solcher mobiler Geräte kann aber aufgrund der hellen Bildschirme den Melatonin-Spiegel senken und so das Einschlafen verzögern. Die Wissenschaftlerin Anne-Marie Chang von der Pennsylvania State University konnte in einer Studie ermitteln, dass Probanden, die vor dem Schlafengehen E-Books lasen, länger zum Einschlafen brauchten und schlechter schlafen konnten. Licht gilt als der stärkste Einflussfaktor auf unseren Schlaf, an dem sich unsere innere Uhr maßgeblich orientiert.

Erholsamer Schlaf ist wichtig für die Funktionalität Ihres Organismus


Damit der regelmäßige Rhythmus Ihrer inneren Uhren gesichert ist, ist es enorm wichtig, dass Sie nachts ausreichend und erholsam schlafen und so Ihren Körperfunktionen genug Zeit zum Regenerieren geben. Dazu beitragen kann ein an Ihre Bedürfnisse angepasstes Bettsystem, bestehend aus einer hochwertigen Matratze und einem dazu passenden Bettrahmen, einer temperaturausgleichenden Zudecke und einem Kopfkissen, das Ihren Nacken im Schlaf optimal unterstützt. Als Experte für erholsamen Schlaf hat dormabell in Zusammenarbeit mit dem Ergonomie Institut München (EIM) Dr. Heidinger, Dr. Jaspert & Dr. Hocke GmbH das dormabell Mess-System entwickelt, mit dem sich einzelne Komponenten des perfekten Bettes für Sie ermitteln lassen. Lassen Sie sich bei einem Händler in Ihrer Nähe im Beratungsgespräch überzeugen – Ihrer Gesundheit zuliebe!
Datum:  25.10.2013 07:56:51

Lerche, Eule oder Allrounder?

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Was unsere individuelle Körperzeit mit uns anstellt


Wer am frühen Morgen trotz ausreichend Schlaf nur schwer aus dem Bett kommt, dafür aber ohne Probleme die Nächte durcharbeiten und –feiern kann, wird vielerorts immer noch schief angeschaut. Dabei betrifft dieses Phänomen keinesfalls nur pubertierende Teenager, sondern ist auch danach recht weit verbreitet.

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